Zauberflöte und Sternenharfe

Die 37. Berliner Märchentage auf der Spur der Klänge

Noch bis 22. November finden die 37. Berliner Märchentage statt. Das diesjährige Motto lautet »Zauberflöte und Sternenharfe – Musik in Märchen und Geschichten«.

Musik ist weit mehr als eine bloße Ansammlung von Tönen – sie ist eine universelle Sprache, die Menschen aller Generationen und Kulturen verbindet. In den Märchen und Geschichten nimmt sie oft eine magische Rolle ein: Sie kann Leben retten, Herzen heilen und Seelen erfrischen. Musik schafft Räume jenseits der Worte, in denen das Unsichtbare sichtbar und das Unaussprechliche hörbar wird. Sie ist das magische Band, das Menschen zusammenführt, wenn Worte versagen.

Das bekannteste Beispiel aus den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm sind die Bremer Stadtmusikanten, deren gemeinsames Singen aus Verzweiflung und Einsamkeit eine neue Gemeinschaft entstehen lässt. Musik kann neue Lebensperspektiven öffnen, Hoffnungen wecken sowie Menschen, Tiere und selbst Götter zum Tanzen und Träumen bringen. Sie erzählt von Sehnsucht nach Freiheit, Veränderung und Zusammenhalt. In einer Zeit, in der Worte oft trennen, erinnert uns die Musik daran, dass wir alle Teil eines großen Ganzen sind.

Das vollständige Programm gibt es im Veranstaltungskalender der Berliner Märchentage. Teilnehmende Veranstaltungsorte in Kreuzberg sind unter anderem das Kino Moviemento, das Mühlenhaupt Museum, das Nachbarschaftshaus Urbanstraße sowie die Stadtteilbibliotheken.

Erschienen in der gedruckten KuK vom November 2026 (auf Seite 13).

60 Balkonkraftwerke fürs NKZ

Unter dem Motto »Balkonkraftwerke gemeinsam voranbringen« haben die Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe Franziska Giffey, Bezirksbürgermeisterin Clara Herrmann und Gewobag-Vorstand Markus Terboven Ende Oktober zwei Projekte vorgestellt, die Hürden für die Installation von Balkonkraftwerken in Berlin abbauen sollen.

Erschienen in der gedruckten KuK vom November 2026 (auf Seite 14).

Wenn der Weinberg mit dem Computer spricht

Was haben Wein und Computer gemeinsam? Auf den ersten Blick eher wenig. Der eine wächst am Rebstock, der andere besteht aus Schaltern, Leitungen und Rechenoperationen. In Kreuzberg liegen beide allerdings nicht nur örtlich erstaunlich nah beieinander – beim Kunst- und Forschungsprojekt »Z1BinärWein« werden sie sogar miteinander verbunden.

Erschienen in der gedruckten KuK vom Oktober 2026 (auf Seite 13).

Eine junge Frau im Widerstand

Lotte Rotholz starb mit nur 19 Jahren. Sie und ihr vier Jahre älterer Ehemann Siegbert Rotholz kämpften im jüdischen Widerstand. Ihr letztes Lebenszeichen stammt vom 23. Dezember 1942 aus dem Frauengefängnis Barnimstraße. Kurz darauf deportierten die Nationalsozialisten sie nach Auschwitz. Ihr Todestag bleibt unbekannt.

Erschienen in der gedruckten KuK vom Oktober 2026 (auf Seite 2).